Gut älter werden in Weisendorf:

Unser Blick auf Barrierefreiheit und Angebote 

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Wir, Jutta Kattner (Seniorenbeauftragte) und Jens Schmilinsky (Behindertenbeauftragter), setzen uns dafür ein, dass Seniorinnen und Senioren, sowie Menschen mit Behinderung in Weisendorf gut leben können. Im Rahmen des Integrierten Digitalen Entwicklungskonzepts (IDEK) wurden wir gefragt, was sich aus unserer Sicht bereits verbessert hat und was noch fehlt. 

Was heute besser ist als früher 

Beim Thema Barrierefreiheit hat sich in den letzten Jahren spürbar etwas getan. 

Ein wichtiger Schritt sind die 7 Bushaltestellen
Vier barrierefreie Haltestellen wurden inzwischen umgesetzt, die drei weitere sind in Arbeit. Das erleichtert vielen Menschen den Einstieg in den Bus; zum Beispiel mit Rollator, Rollstuhl oder Kinderwagen. 

Ein weiterer Baustein ist der öffentliche Raum
Das Toilettenhäuschen im Schlossgarten ist barrierefrei gebaut. Dort, wo sich viele Menschen gerne aufhalten, ist es nun deutlich einfacher, eine geeignete Toilette zu finden. Aus unserer Sicht geht es dabei um mehr als Komfort: Barrierefreiheit entscheidet oftmals darüber, ob jemand einen Ort überhaupt nutzen kann und somit am öffentlichen Leben teilhaben kann.. 

Im Schlossgarten ist ein eigener Bereich mit seniorengerechten Geräten geschaffen worden. Die Anleitungen wurden auch in Brailleschrift für sehbehinderte Benutzer übersetzt und angebracht.

Hinzu kommen Defibrillatoren im Gemeindegebiet und Trinkwasserspender, an denen sich Flaschen auffüllen lassen. Gerade für ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen können solche Angebote im Notfall oder an heißen Tagen sehr wichtig sein. 

Auch bei Spiel- und Aufenthaltsflächen gibt es positive Beispiele. 
Der Hortspielplatz ist bereits barrierefrei gestaltet. Er steht zwar nur zu Hortzeiten und nur den Hortkindern zur Verfügung, zeigt aber, wie eine inklusive Gestaltung von Anfang an mitgedacht werden kann. Für uns ist das ein gutes Vorbild für weitere Projekte. 

Für Seniorinnen und Senioren freuen wir uns besonders über ein neues Angebot: 
Der Gehfußball eröffnet älteren Menschen die Möglichkeit, sportlich aktiv zu bleiben, ohne sich zu überfordern. Das ist wichtig für Gesundheit, Gemeinschaft und Lebensfreude. 

Parallel zu diesen Punkten wurden im Rahmen des IDEK zahlreiche weitere Angebote für Ältere und Menschen mit Einschränkungen systematisch erfasst. Diese sind in einer eigenen Übersicht der Gemeinde zusammengetragen und werden künftig schrittweise besser sichtbar gemacht, unter anderem über die Weisendorfer App (Heimat-Info App). 

Was wir uns für die Zukunft wünschen 

Trotz der Fortschritte sehen wir beide noch deutlichen Handlungsbedarf. 

Ein aktuelles Beispiel ist der neue Karpfenspielplatz, der gerade entsteht. Konsequent wurde bei der Planung dieses Spielplatz von Beginn an barrierefreie Elemente eingeplant. Das betrifft sowohl Spielgeräte als auch Zugänge und Aufenthaltsbereiche, damit Kinder mit Einschränkungen zusammen mit anderen Kindern spielen können. Hier wird Inklusion gelebt. 

Darüber hinaus wünschen wir uns: 

Alle Bushaltestellen barrierefrei
Bisher sind nur einige Haltestellen entsprechend ausgebaut. Unser Ziel ist, dass man im gesamten Gemeindegebiet möglichst ohne Hürden den Bus nutzen kann. 

Barrierefreie Gehwege
Viele Stolperstellen, hohe Bordsteine oder enge Passagen sind für Menschen mit Rollstuhl, Rollator oder Gehhilfe ein echtes Problem. Wir setzen uns dafür ein, dass Gehwege nach und nach so angepasst werden, dass man sich sicher und möglichst unterbrechungsfrei bewegen kann. 

Diese Wünsche verstehen wir nicht als Kritik an dem, was bereits erreicht wurde, sondern als Auftrag für die nächsten Jahre. Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird Barrierefreiheit für Weisendorf immer wichtiger werden. 

Warum wir das im Rahmen des IDEK thematisieren 

Das IDEK verknüpft Gemeindeentwicklung und Digitalisierung. Unter dem Monatsmotto 
„Was gibt es in Weisendorf  und was brauchen wir noch?“ 
wird im Juli zu verschiedenen Themen kommuniziert,  auch zu Angeboten für Seniorinnen, Senioren und Menschen mit Behinderung. 

Für uns ist wichtig: 

sichtbar zu machen, was es bereits gibt,  

offen anzusprechen, wo noch Lücken sind,  

und die Rückmeldungen aus der Bürgerschaft ernst zu nehmen. 

Wir laden Sie ein, sich zu beteiligen, zum Beispiel im direkten Gespräch oder über die bekannten Kontaktwege zur Gemeinde.  

Nur wenn wir wissen, wo es im Alltag hakt, können wir gemeinsam daran arbeiten, dass Weisendorf ein Ort bleibt, an dem man in jedem Alter gut leben kann. 

Ihre 
Jutta Kattner – Seniorenbeauftragte 
Jens Schmilinsky – Behindertenbeauftragter  

Entdecken Sie, was unser Seniorenbeirat vor Ort alles bewegt!

Hier erhalten Sie einen Überblick über unsere vielfältigen Aktivitäten und Initiativen.

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